… sag, wo ist das Licht…

… da ist er, der Winter. Saukalt und viel zu lang. Dunkel und trüb, trüb ist er auch…

Manchmal denk ich an den Sommer; als es ihn noch gab, auch für mich. Die Ironie ist doch, dass er starb, während es Sommer war. Er starb einfach, in seiner schönsten Blüte. Er verging nicht, wie sonst jedes Jahr, er starb und kam nie wieder…

Seither ist es nicht nur dunkel und kalt, sondern auch still und leer. Eine Zeit lang dachte ich ja, der Schmerz wird die Leere schon irgendwann füllen. Aber das hat er nie getan. Es ist, als würde ich mit ihm wachsen, größer werden, damit noch viel mehr von ihm in mich rein passt. Nein diese Leere bleibt, obwohl ich zum Bersten voll bin. Ich weiß, wo er hin ist, der Sommer. Und irgendwann werde ich ihm folgen, irgendwann. Du warst nie von Dauer, wie vieles im Leben. Aber auf dich war Verlass, du kamst jedes mal wieder. Es wurde immer wieder Sommer irgendwann, bis du plötzlich, ohne dass du ganz vorbei warst, einfach starbst. Erinnerst du dich, mein schönstes Kleid hatte ich an, als du für immer gingst. Was hab ich gefroren! Und friere immer noch…

Ich hab immer gesagt, nach jeder Nacht kommt ein Tag. Nach jedem Regen die Sonne. Nach jedem Winter der… Heute weiß ich, dass es nicht immer so sein wird, nur weil es immer so war. Die Dinge ändern sich, wir ändern uns. Und manchmal ändert sich, wie viel wir aushalten, was wir ertragen, wegstecken, überleben…

Und manchmal, manchmal wird es nach dem Dunkel nicht mehr hell…

Bild von Krzysztof_War auf Pixabay 

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